MR Dr. Hermine Obermair, Dr. Georg Brunner und Dr. Michaela Popp

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RAUCHERLUNGE – COPD

COPD ist die Abkürzung für „chronic obstructive pulmonary disease“. COPD ist eine fortschreitende, nicht heilbare Lungenkrankheit bei der es zu einer Verengung der Atemwege kommt. Bei Verdacht auf COPD wird der Hausarzt Sie zunächst an den Lungenfacharzt überweisen. Dieser wird mit speziellen Untersuchungen herausfinden ob es sich tatsächlich um COPD, eine harmlose Erkältung oder auch um symptomähnliches Asthma handelt.

Die Ursachen für eine COPD Erkrankung liegen neben genetischer Disposition vor allem in einer dauerhaften Belastung und Reizung der Lunge mit Schadstoffen. Neben Rauchen und auch Passivrauchen sind auch das ständige – oftmals berufsbedingte – Einatmen anderer giftiger Substanzen (z.B. Lacke, Teer, etc.) hohe Risikofaktoren.

Die Symptome einer COPD sind Husten, Auswurf, Atemnot vor allem bei körperlichen Belastungen wie Sport oder Treppensteigen und Atemgeräusche (ein trockenes, pfeifendes Geräusch beim Ausatmen kann auf eine COPD hindeuten). Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome an sich bemerken, suchen Sie bitte Ihren Lungenfacharzt auf, um diese abzuklären.

Der Lungenfacharzt wird zuerst eine Lungenfunktionsntersuchung durchführen. Dadurch kann man herausfinden, wie stark die Bronchien bereits verengt sind oder auch, ob eine Überblähung der Lunge, ein sogenanntes Emphysem, besteht.

Der mit der Spirometrie gemessene Lungenfunktionswert FEV1 (Einsekundenkapazität) gibt an, wie viel Luft ein Patient oder eine Patientin nach vollständigem Einatmen innerhalb einer Sekunde so schnell wie möglich wieder ausatmen kann. Anhand dessen sowie auch der Symptome und Einschränkungen im Alltag und der Häufigkeit an sogenannten Exacerbationen, also Verschlechterungen des Zustands mit zunehmender Atemnot und Auswurf, wird dann eine Entscheidung für eine entsprechende Therapie getroffen.

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LONG COVID – LANGZEITSCHÄDEN NACH DER CORONA INFEKTION

Nach einer Covid19 Infektion kann das Wiedererlangen der Leistungsfähigkeit bis zu drei Monate dauern. Wenn auch danach noch Einschränkungen vorhanden sind, spricht man von “Long Covid” und spätestens dann ist eine ärztliche Konsultation dringenden anzurate.

Man geht derzeit davon aus, dass 10 BIS 20 PROZENT DER ERKRANKTEN an Long-Covid leiden.

Am häufigsten treten bei Patienten mit dem Long Covid Syndrom Müdigkeit/Erschöpfung, Atembeschwerden bei Belastung, Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Nervenstörungen, Depressionen und Angststörungen sowie Schlafstörungen auf.

Diese machen sich oft Schub- bzw. Wellenweise bemerkbar und sind eine große Belastung für den Alltag der Betroffenen.

Frauen unter 50 Jahren leiden bis zu fünfmal öfter an Corona-Langzeitfolgen als Männer desselben Alters. Man geht davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Der Überhang an Frauen liegt vermutlich daran, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen das Immunsystem stimuliert, während sein männliches PendantTestosteron es bremst.
Manchmal kann das Lungengewebe oder Teile von diesem zerstört sein, sodass weniger Sauerstoff von der Lunge in die Blutbahn gelangt. Grund dafür ist, dass durch Entzündungsreaktionen das Gewebe
vernarbt.
Auch eine Muskelschwäche wird als Ursache diskutiert.

Nach jeder Covid Infektion mit pulmonalen Beschwerden (Husten, Atemnot) ist eine Kontrolle beim Lungenfacharzt nach Infektion sinnvoll. Auch bei Long Covid empfiehlt es sich, sich an den Arzt Ihres Vertrauens zu wenden. Scheuen Sie sich nicht Hilfe aufzusuchen.

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Lungen-Folgeschäden nach Covid 19

Die Zahlen machen Hoffnung: Mehr als 61 Millionen Menschen weltweit sind nach einer Covid 19 Erkrankung erfolgreich genesen, doch auch mehrere Monate nach Ausbruch von Covid 19 sind die tatsächlichen Langzeitfolgen noch nicht ganz erforscht.

Ständig kommen neue Erkenntnisse hinzu.

Während einige ihre Corona Infektion nicht einmal bemerken, leiden vor allem Covid 19 Patienten mit mittlerem oder starkem Verlauf oft unter trockenen Husten oder Atemnot.

Die Patienten klagen vor allem über eine verminderte Leistungsfähigkeit, insbesondere Kurzatmigkeit. Spazieren gehen oder Treppen steigen wird für viele ein Kraftakt. Selbst Sportler haben während und nach einer Infektion mit dem Virus erhebliche Probleme.

Radiologische Befunde zeigen oft milchglasartige Trübungen in der Lunge, die auf Organschäden schließen lassen.

Dabei geht es aber nicht nur um Patienten die auf der Intensivstation künstlich beatmet werden mussten, sondern vielmehr um Patienten mit leichterem Verlauf.

Die Lungenfunktion kann nach einer Covid 19 Erkrankung um ca. 20-30% sinken und das bedeutet Luftnot vor allem bei Belastung.

Betroffene beschreiben eine durchschnittlich lange Genesungsphase, die Intensität der Beschwerden verbessern sich aber im Verlauf deutlich.

Das Positive: Es sieht so aus, als bilden sich diese Lungenschäden wieder zurück, zumindest teilweise. Die Lunge ist sehr regenerationsfähig. Patienten dürfen daher nicht ungeduldig sein.

Ratsam ist nach überstandener Covid 19 Erkrankung den Lungenfacharzt aufzusuchen.

Erfahrungen zeigen, je schneller Patienten nach ihrer Genesung mit einer Rehabilitation beginnen, desto eher erholen sie sich. Unsere Lungenzentrum hat auch verschiedene Kontakte zu speziellen Rehabilitationsprogrammen und kann betroffene Patenten unkompliziert weitervermitteln.

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Der Frühling und allergisches Asthma

Der Frühling naht, die Tage werden länger und wärmer, die Menschen freuen sich wieder mehr ins Freie zu gehen. Doch das bringt Menschen mit Allergien nicht nur positive Gefühle. Die Betroffenen leiden häufig unter einer laufenden Nase, juckenden und tränenden Augen, sowie einem eingeschränkten Geruchs- und Geschmackssinn.

Bei manchen Menschen weiten sich die Beschwerden von den oberen Atemwegen (Nasen- und Rachenraum sowie Kehlkopf) zu den unteren Atemwegen (Bronchien und Lunge) aus. Die Allergie ”wechselt” also eine Etage tiefer und löst Asthma aus.

Durch die jeweiligen Allergene werden die Atemwege gereizt und führen zu Schwellungen der Schleimhaut. Die Bronchialmuskulatur verkrampft sich und die Produktion von Schleim in den Bronchien erhöht sich. Dadurch wird die Atmung behindert, bestimmte Symptome wie pfeifende oder brummende Atemgeräusche sowie Husten, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust oder sogar Atemnot sind die Folge.

Die Symptome treten nicht permanent sondern anfallsartig auf. Ein Asthmaanfall kann einige Minuten oder sogar Stunden dauern.
Mit entzündungshemmenden sowie bronchienerweiternden Medikamenten lässt sich allergisches Asthma gut behandeln.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Ziel der Hyposensibilisierung ist es, Allergiesymptome langfristig zu verringern. Hierbei verabreicht der Arzt dem Patienten wiederholt, über einen längeren Zeitraum den jeweiligen allergieauslösenden Stoff in geringer Dosis.

Auf diese Weise gewöhnt sich das Immunsystem auf den Allergieauslöser und der Organismus baut einen Schutz gegen die Allergene auf.

Asthma ist zwar nicht heilbar, werden die Symptome aber rechtzeitig erkannt und behandelt, ist ein beschwerdefreies Leben mit uneingeschränkter Leistungsfähigkeit möglich.

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ARZTBESUCH BEI CORONA

Ist es für lungenkranke Patienten gefährlich in „Corona-Zeiten” zum Arzt zu gehen?

Gerade für lungenkranke Patienten ist es wichtig, sich vor einer Ansteckung mit Covid 19 zu schützen. Trotzdem ist Covid 19 nicht die einzige gefährliche Krankheit, deshalb ist es wichtig, auch mit anderen Erkrankungen rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Vor allem für chronisch erkrankte Menschen mit COPD oder Asthma ist es wichtig ihr Lunge stabil zu halten und Verlaufskontrollen durchführen zu lassen.

Um die Ansteckungsgefahr in unserer Ordination gering zu halten, gilt eine strikte Maskenpflicht. Der „normale” Mund-Nasenschutz hält bereits einen Teil der Viren ab, um andere nicht anzustecken. Besser für Menschen mit Lungenerkrankungen ist jedoch eine FFP2 Maske. Diese schützt auch die Maskenträger laut Studien sehr gut vor Coronaviren.

Ebenso wird darauf geachtet, dass sich nicht zu viele Patientinnen und Patienten gleichzeitig in den Ordinationsräumlichkeiten befinden, denn man weiß heute, dass die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen steigt. Zusätzlich, um neben den Masken, für eine erhöhte Sicherheit zu Sorgen, wird in unserer Ordination auch größter Wert auf Desinfektion gelegt. Jede Patientin und jeder Patient wird schon beim Eintritt in die Ordination dazu angehalten, sich die Hände zu desinfizieren. Oberflächen wie der Anmeldeschalter, Tische, Stühle etc werden regelmäßig während des laufenden Betriebes desinfiziert.

Als Erweiterung haben wir für unser Lungenzentrum keine Kosten gescheut und sogar zusätzlich spezielle Luftreinigungsgerät angeschafft, die fortwährend die Luft der Ordinationsräume von jeglichen Bakterien oder Viren (auch Coronaviren) säubert.

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COPD & Impfungen

COPD ist eine Lungenerkrankung, die bei rund 80.000 Österreicherinnen und Österreichern diagnostiziert wurde. Die Dunkelziffer ist bei COPD jedoch sehr hoch, so schätzt man dass insgesamt etwa 400.000 Menschen in Österreich darunter leiden.

COPD zeigt sich durch die sogenannten AHA Symptome. Diese sind Atemnot, Husten, Auswurf. Oftmals können Infektionen der Lunge den Krankheitsverlauf bei COPD deutlich verschlechtern. Durch die Vorschädigung der Lunge bei COPD PatientInnen ist es wichtig, die Lunge vor Krankheitserregern zu schützen und Neuinfektionen der Lunge so weit möglich zu vermeiden.

Hierbei helfen vor allem Impfungen. Dazu gehört auch die Grippeimpfung. Diese schützt vor den gefährlichen Influenzaviren, die bei vorgeschädigten Lungen leichtes Spiel haben und sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen können.

Menschen mit COPD sollten sich deshalb unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um die Lunge zu schützen.

Auch die Impfung gegen Pneumokokken ist bei COPD-PatientInnen zu empfehlen. Pneumokokken sind Bakterien, die zu einer bakteriellen Lungenentzündung und/oder Bronchitis führen können, was bei COPD PatientInnen schwere und ernste Auswirkungen haben kann.

Auch bei anderen Lungenkrankheiten, bei denen es wichtig ist, die Lunge zu schützen, empfehlen sich Impfungen. Wir beraten Sie gerne und finden die für Sie beste Vorgehensweise.

Wir bieten bei uns im Lungenzentrum auch die Grippeimpfung im Rahmen des Gratisimpfprogrammes der Stadt Wien an. Es sind noch Impfstoffe verfügbar.

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Richtiges Verhalten im Urlaub in COVID-Zeiten!

Auf Urlaub fährt jeder gerne, aber auch hier verstecken sich Gefahren vor allem in der heutigen Zeit.
Vom Urlaub in entfernten Ländern wird derzeit grundsätzlich abgeraten, da schon eine Flugreise trotz möglicher guter Schutzmassnahmen ein höheres Risiko bedeuten. Außerdem sollte man immer bedenken, dass sich die Situation im Urlaubsland jederzeit kurzfristig ändern kann.

Daher verbringen viele Menschen vor allem dieses Jahr ihren Urlaub in Österreich.
Sowohl für Gesunde als auch für Menschen mit Lungenproblemen wie z.B. chronischer Bronchitis ist vor allem die “Gebirgsluft” zu empfehlen. Im Gebirge sind es zwar nicht die Salzwassertröpfchen wie bei einem Aufenthalt am Meer, die für eine gesunde Lunge sorgen, dafür ist die Gebirgsluft ebenso rein und wenig Pollenbelastet, ähnlich wie die Meeresluft. Dadurch können sich die Lungen entlasten.

Bei einem geplanten Aufenthalt im Gebirge sollten sie dies vorher aber unbedingt mit Ihrem Lungenfacharzt besprechen, denn Gebirgsluft kann auch schaden. Vor allem in größeren Höhen enthält die Gebirgsluft weniger Sauerstoff, was bei Lungenerkrankungen zu Komplikationen führen kann.

Grundsätzlich gilt trotz der derzeit vorliegenden Eindämmung der CoV-Pandemie nicht auf den nötigen Sicherheitsabstand sowie regelmäßiges Händewaschen zu vergessen. Bei Aufenthalten mit vielen Menschen, vor allem in Räumlichkeiten, ist das Tragen von Mund-Nasen-Masken zu empfehlen. Bitte beachten sie jeden Tag mögliche Änderungen in den Vorschriften des Bundeslandes in dem sie sich gerade aufhalten.

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Gefährliche Insektenstiche für Allergiker!

Wenn man an einer Allergie leidet, kann das für die Betroffenen manchmal schwere Folgen haben. Vor allem Insektengift wird dabei für Allergiker zur potentiellen Gefahr. So kann ein Bienen- oder Wespenstich bei Allergikern starke Symptome hervorrufen. Von Schwellungen, Atemnot bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock.

Deshalb ist es wichtig, die eigene Körperreaktion auf Insektenstiche zu beobachten. Kommt es zu einer Schwellung und/oder Rötung rund um die Stichstelle, die nicht größer als 5 cm ist, so handelt es sich um eine ganz normale Reaktion. Hier hilft Kälte (z.B. in Form eines Eisbeutels) oder die handelsüblichen Lotions und Cremen.

Breitet sich die Schwellung aber aus, dann kann es sich um eine allergische Reaktion auf Insektengift handeln. Kommen weitere Symptome wie z.B. Schwindel oder Atemnot hinzu, sollten Sie nicht zögern, sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Notfall bitte auch den Notarzt. bzw. die Rettung verständigen!

Um solche Situationen zu vermeiden, ist es wichtig, einen Allergietest auf Insektengifte zu machen. Mit diesem Test ist es möglich, eine etwaige Allergie festzustellen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Die wichtigste Maßnahme dabei ist, einen Insektenstich zu vermeiden. Das heißt, in freier Natur vorsichtig zu sein und Wespen sowie Bienen aus dem Weg zu gehen.

Sollte es dennoch zu einem Stich kommen, hilft ein Allergie Notfall-Set. Dieses beinhaltet neben Kortison und einem Antihistaminikum auch eine Adrenalin-Fertigspritze. Diese Fertigspritze stabilisiert binnen Sekunden den Kreislauf und kann so lebensrettend sein.

Medikamente für den Notfall können nach Rücksprache mit unserem Lungenzentrum verschrieben werden. Die Kosten dafür übernimmt im Allgemeinen ihre Krankenkasse.

Allergisches-Asthma
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Achtung! Allergisches Asthma

Für viele Menschen ist der Frühling die schönste Jahreszeit des Jahres. Die Temperaturen werden wärmer, die Sonne zeigt sich immer öfter und die Natur erwacht zum Leben bzw. beginnt zu blühen. Leider jedoch führt dieses Aufblühen der Natur bei immer mehr Österreicherinnen und Österreichern zu allergischen Reaktionen. Read more