Nach einer Covid19 Infektion kann das Wiedererlangen der Leistungsfähigkeit bis zu drei Monate dauern. Wenn auch danach noch Einschränkungen vorhanden sind, spricht man von “Long Covid” und spätestens dann ist eine ärztliche Konsultation dringenden anzurate.

Man geht derzeit davon aus, dass 10 BIS 20 PROZENT DER ERKRANKTEN an Long-Covid leiden.

Am häufigsten treten bei Patienten mit dem Long Covid Syndrom Müdigkeit/Erschöpfung, Atembeschwerden bei Belastung, Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Nervenstörungen, Depressionen und Angststörungen sowie Schlafstörungen auf.

Diese machen sich oft Schub- bzw. Wellenweise bemerkbar und sind eine große Belastung für den Alltag der Betroffenen.

Frauen unter 50 Jahren leiden bis zu fünfmal öfter an Corona-Langzeitfolgen als Männer desselben Alters. Man geht davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Der Überhang an Frauen liegt vermutlich daran, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen das Immunsystem stimuliert, während sein männliches PendantTestosteron es bremst.
Manchmal kann das Lungengewebe oder Teile von diesem zerstört sein, sodass weniger Sauerstoff von der Lunge in die Blutbahn gelangt. Grund dafür ist, dass durch Entzündungsreaktionen das Gewebe
vernarbt.
Auch eine Muskelschwäche wird als Ursache diskutiert.

Nach jeder Covid Infektion mit pulmonalen Beschwerden (Husten, Atemnot) ist eine Kontrolle beim Lungenfacharzt nach Infektion sinnvoll. Auch bei Long Covid empfiehlt es sich, sich an den Arzt Ihres Vertrauens zu wenden. Scheuen Sie sich nicht Hilfe aufzusuchen.